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Sunday, 22. January 2017

"Für das Jahr 2017 wünsche ich Ihnen Gesundheit und Zufriedenheit!"

Verehrte(r) Besucher(in) meiner Website,

das Jahr 2016 war in vielerlei Hinsicht ein Ereignisreiches, nicht nur für Mitglieder des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer, deren Berufsrecht von Seiten des Gesetzgebers einer umfangreichen Novellierung (Stichworte sind das Abschlussprüfungsreformgesetz - AReG und das Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz - APAReG) unterzogen worden ist.

Wie der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem - unter dem Titel "Zeit für Reformen" erschienenen - Jahresgutachten 2016/2017 herausgearbeitet hat, setze sich der gegenwärtige wirtschaftliche Aufschwung im Euro-Raum fort. Hierzu habe die außergewöhnlich expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wesentlich beigetragen.

Die Konsequenzen treten - als "Kehrseite der Medaille" - zunehmend zutage.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat beispielsweise zu den Auswirkungen von anhaltend niedrigen Zinsen, negativen Zinsen und Zinswende auf Unternehmen, Individuen und Gesellschaft in seinem Positionspapier "Trendwatch >> Zinsen" umfassend Stellung genommen.

Die "Wunderwaffe Niedrigzinsen" des EZB-Präsidenten Draghi (vgl. Die Welt vom 28. Mai 2013, Seite 15) gilt geldpolitisch als ultima ratio - mit ungewissem Ausgang (lt. Einschätzung der Bundesregierung - BT-Drucks. 18/5950 - seien die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds auf das Wirtschaftswachstum letztlich nicht mit hinreichender Sicherheit quantifizierbar).

Der Sachverständigenrat jedenfalls warnt: "Da nach wie vor erhebliche strukturelle Probleme bestehen, ist der Aufschwung nicht selbsttragend. Die Geldpolitik der EZB verdeckt diese Probleme und gefährdet zunehmend die Finanzmarktstabilität. Das Ausmaß der Lockerung ist angesichts der wirtschaftlichen Erholung nicht mehr angemessen. Die EZB sollte daher die Anleihekäufe verlangsamen und früher beenden." (Hervorhebungen nicht im Original)

Während die US-amerikanische Notenbank ("Federal" Reserve) jüngst im Dezember 2016 - erstmals seit Jahren - ihren Leitzins leicht angehoben und weitere "graduelle" Zinserhöhungen in Aussicht gestellt hat, gibt es von Seiten der EZB für einen solchen Schritt in Europa gegenwärtig (Stand: 28.12.2016) - noch - keine Anzeichen.

Beißen den Letzten (in diesem Fall die Europäer) wieder mal (Stichwort: Bankenkrise 2008/2009) die Hunde oder stehen Erstere näher an der "Fiskalklippe"?

Läutet die EZB die Zinswende zu früh ein, riskiert sie einen möglichen Rückfall in die offene Krise (ein weiteres mal wären staatliche Rettungspakete angesichts des fortgeschrittenen Schuldenstandes wohl kaum mehr finanzierbar).

"Wenn Staatsschulden einmal bis zu einem gewissen Grad angehäuft sind, so läßt sich, glaube ich, kaum ein einziges Beispiel für ihre richtige völlige Bezahlung anführen. Die Erleichterung der öffentlichen Einnahmen, wenn sie überhaupt jemals erreicht wurden, konnten immer nur durch einen Bankrott herbeigeführt werden, mehrfach durch einen offen erklärten, immer aber durch einen wirtschaftlichen, wenn auch häufig durch angebliche Zahlung."

(Adam Smith, An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations, London, 1776, 5. Buch, 3. Kap.)

Wartet die EZB zu lange, könnte die Inflation außer Kontrolle geraten (was - wie Erfahrungen aus der Vergangenheit lehren - wohl das Vertrauen der Bürger in die Institutionen der Staaten bzw. der Europäischen Union insgesamt ins Wanken brächte). 

"Die Inflation ist nicht nur ein eigenes Stück Politik, sondern sie ist geradezu die Quittung für schlechte Politik."

(Prof. Dr. Günter Schmölders im Geleitwort zu Arvid Friedborg, Die manipulierte Inflation - Währungspolitik und Geldentwertung, Wien-München-Zürich, 1971)

Hoffen wir also, dass es einen gesamtgesellschaftlich vertretbaren Lösungsweg aus dem beschriebenen Dilemma gibt und, dass er von den Verantwortlichen auch tatsächlich (und rechtzeitig!?) eingeschlagen wird.

 

Literaturtipp:

Imad A. Moosa: Quantitative Easing as a Highway to Hyperinflation, New Jersey/London/Singapore/Beijing/Shanghai/Hong Kong/Taipei/Chennai 2013

 

 

+++ Politische Tätigkeit nicht per se gemeinnützigkeitsschädlich +++

Das Hessische Finanzgericht hat am 10. November 2016 in dem Finanzrechtsstreit um die Aberkennung der Gemeinnützigkeit eines zur Erreichung des nach der Abgabenordnung anzuerkennenden Satzungszwecks politisch tätigen Vereins ("Attac Trägerverein e.V.") durch das Finanzamt Frankfurt am Main III geurteilt, dass der Verein in den Streitjahren 2010 bis 2012 als gemeinnützig im Sinne der AO anzuerkennen ist.

Die schriftliche Urteilsbegründung steht gegenwärtig noch aus.

Da das Gericht keine Revision zugelassen hat, bliebe der Finanzverwaltung allenfalls die Möglichkeit, sich mit einer sog. "Nichtzulassungsbeschwerde" an den Bundesfinanzhof (BFH) zu wenden. Das Urteil ist daher gegenwärtig (12. November 2016) noch nicht rechtskräftig.

Hier gelangen Sie zu der WP-Schwandt-Fachinformation "Das Gemeinnützigkeitsrecht als "Spielball" politischen Kalküls? - Zur Reichweite der Förderung des demokratischen Staatswesens durch steuerbegünstigte Körperschaften" vom 26. April 2015.

Das Hessische Finanzgericht hat zu dem Urteil im Fall des "Attac Trägervereins e.V." eine Pressemitteilung herausgegeben.

+++ Anpassung von PBV und KHBV an das BilRUG geplant +++

Die Bundesregierung plant derzeit mit der "Zweiten Verordnung zur Änderung von Rechnungslegungsvorschriften" sowohl die Pflege-Buchführungsverordnung (PBV) als auch die Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) zu ändern.

Erforderlich wurden die geplanten Änderungen der PBV einerseits durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, welcher mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) vom 21. Dezember 2015 eingeführt worden ist.

Zum anderen hat die Neudefinition der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) klarstellende Anpassungen sowohl in der PBV als auch in der KHBV notwendig gemacht.

Vorgesehen ist u.a. das GuV-Gliederungsschema nach der PBV wie folgt anzupassen:

Nr. 4a Umsatzerlöse einer Pflegeeinrichtung nach § 277 HGB (KUGr. 480 bis 485, 488; KGr. 55), soweit nicht in den Posten Nummern 1 bis 4 enthalten

Nr. 8 Sonstige betriebliche Erträge (KUGr. 486, 487, KGr. 52, 53)

Die Anlage 2 zur KHBV soll wie folgt geändert werden:

Nr. 4a Umsatzerlöse eines Krankenhauses nach § 277 HGB (KGr. 44, 45, 57, 58; KUGr. 591), soweit nicht in den Posten Nummern 1 bis 4 enthalten, davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre (KGr. 58)

Nr. 8 Sonstige betriebliche Erträge (KUGr. 473, 520; KGr. 54; KUGr. 592)

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz mit Schreiben vom 22. August 2016 zu den geplanten Änderungen der PBV und der KHBV Stellung genommen sowie Anpassungen angeregt.

+++ WPK registriert WP Schwandt als gesetzlichen Abschlussprüfer +++

Am 17. Juni 2016 wurde WP Schwandt von Amts wegen als "gesetzlicher Abschlussprüfer" in das Berufsregister der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) eingetragen, weil er das praxisinterne Qualitätssicherungssystem zuletzt im Herbst 2015 einer externen Kontrolle nach § 57a der Wirtschaftsprüferordnung (WPO) unterziehen ließ.

Mit Erfolg, denn nach Auffassung des Qualitätsprüfers steht das QS-System des Praixsinhabers "im Einklang mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Anforderungen und gewährleistet mit hinreichender Sicherheit die ordnungsmäßige Abwicklung von Prüfungsaufträgen nach § 2 Abs. 1 WPO, bei denen das Berufssiegel geführt wird."

Dementsprechend erteilte die Kommission für Qualitätskontrolle der Wirtschaftsprüferkammer K.d.ö.R. WP Schwandt eine Teilnahmebescheinigung.

WP Schwandt verfügt damit über die Erlaubnis, nach § 316 HGB gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen durchführen

Zum Jahresende 2014 verfügten mit bundesweit 3.791 Praxen nur rd. 29,3 % aller 12.948 WP/vBP-Praxen über eine Teilnahmebescheinigung am System der Qualitätskontrolle nach der WPO, verbunden mit der Erlaubnis, gesetzliche Abschlussprüfungen durchführen zu dürfen.

(Quelle: WPK-Magazin 2/2015, S. 17; Marktstrukturanalysen 2014 & 2013 - jeweils Beilagen zu den WPK-Magazinen 4/2014, S. 2 und 4/2015, S. 2)

Herzlich willkommen !

Wirtschaftsprüfer Reinolf Schwandt bietet Ihnen qualifizierte Dienstleistungen auf den Gebieten der Wirtschaftsprüfung, der Unternehmensberatung und der Steuerberatung an.

Über Ihr Interesse an meiner Seite freue ich mich.

Neben Informationen zu meinem Leistungsangebot und Beratungsansatz finden Sie fortan immer wieder aktuelle Hinweise auf Neuerungen zum Beispiel auf den Gebieten des Bilanz-, Handels- und Steuerrechts aber auch Links zu anderen interessanten Themengebieten. 

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Hierzu lade ich Sie herzlich ein !